Anmerkung zur Malerei von Karin Frank

Anmerkung zur Malerei von Karin Frank

Von Thomas Bornhauser

In einer Satire habe ich einmal einen kaputten Tisch als angebliches Kunstwerk „gewürdigt“, um aufzuzeigen, dass zu viele Objekte erst zu Kunst oder gar zu Kult aufsteigen, wenn sie von (zum Teil selbsternannten) Kritikern eloquent gewürdigt werden, im Falle des kaputten Tisches – Werktitel „Cracked Table at The Museum of Modern Art“ – unter anderem mit „Der Betrachter findet sich gewisser Massen im Vakuum des verlorenen Raums; mehr noch, es ist die Unerträglichkeit des Unwissens um die künstlerische Unfreiheit dieses koloquenten Kulturschaffenden, die keinen Kenner avantgardistischer Kunst unberührt lassen kann, gerade, weil der Künstler die mit seinem Oeuvre gesuchte Auseinandersetzung einseitig vereinsamen lässt.“
Alles klar?

Die Werke von Karin Frank brauchen diese Art von „Hilfestellung“ nicht.

Ihr Stil ist Schluss aller Ends unverwechselbar, die Werke jedoch so unterschiedlich wie Gefühlsschwankungen sind. Mit anderen Worten: Karin Frank gelingt es, ihre Empfindungen auf die Leinwand zu verewigen. Direkt, ohne Firlefanz. Ehrlich, ohne gefällig zu sein. Die Künstlerin hat zu jedem Werk eine Geschichte zu erzählen – und jede unterscheidet sich von der anderen.

Ich bin von Karin Frank als Künstlerin überzeugt. Und stolz darauf, dass wir einige angekaufte Werke von ihr im Restaurant „Bel Etage“ auf dem Gurten ausstellen dürfen.

Thomas Bornhauser
Leiter Kommunikation + Kultur
Migros Aare / Schönbühl

 

Anmerkung zur Malerei von Karin Frank

Von Roland Jeanneret, Journalist und Publizist

Gefordert und eingebettet zugleich

Wir hatten das grosse Vergnügen, Karin Franks Bilder während zwei Monaten in unserer Privatgalerie zu zeigen – und haben uns nur sehr ungern wieder von ihnen getrennt! Jedes Bild wird auf seine Art zum Kraftort, zwar ausbalanciert, aber trotzdem stark in seiner Ausstrahlung. Mal sind es die Farben, mal die Linienführung, mal ein Schriftzug – und immer wieder jener Schuss Erotik, die eine Frau voller Lebensintensität durchblicken lässt. Inmitten Karins Bildern fühlt man sich wohl, aber stets zwischen gefordert und eingebettet zugleich.

Roland Jeanneret

 

Anmerkung zur Malerei von Karin Frank

Von Dr. Hans Geiser

Ich habe das Bild in den vergangenen Monaten nun Stunde um Stunde betrachten können. Trotz der Asymmetrie und Komplexität der Formen scheint es mir insgesamt das zu sein, was ich als „fehlerlos“ empfinde. Bedauerlicherweise kann ich an dieser Stelle nicht mit einer schöngeistigen, in Sachen Kunst informierten Definition des Begriffs dienen. Um eine vielleicht tragfähige Analogie zu verwenden: Wäre das Bild ein Text, so liesse sich darin kein Zeichen, kein Wort und keine Formulierung finden, welche die Harmonie des Leseerlebnisses unterbrechen könnte.
Die kräftigen Farben, aus denen heute noch die „Qualen der Geburt“ des Bildes tropfen, fliessen & wirken in meiner Wohnung in den ganzen Wohnraum – oder praktisch gesprochen: Das morgendliche Kaffeetrinken in der guten Stube ist tatsächlich ein anderes, erfreulicheres Ereignis geworden.

Dr. Hans Geiser

 

 

ARTraum Bern : Abstrakte Malerei | Malkurse | Workshops: Kreative Teamevents & TeamentwicklungKreativ-Coaching